Start vergangene LC

Vergangene LC

 

Ein herzlicher Dank geht an Rudolf, der sich die Mühe gemacht hat und aus den Tiefen des Internets noch Berichte von vergangenen Lindencons hervorgezerrt hat! Mehr können wir euch leider derzeit nicht bieten, da der Provider der alten Lindencon-Website sich leider spurlos aus dem Staub gemacht hat.

 

Ein Bericht von Sven Reinhold zur 5. Lindencon 2007:

Vom 22. Bis zum 24. Juni 2007 eröffnete die mittlerweile fünfte LindenCon wieder einmal ihre Pforten. Grund genug für zwei wackere Rollenspieler aus dem hohen Norden unserer Republik, ihre heimischen Gefilde für ein langes Wochenende zu verlassen und den etwa 400 Kilometer weiten Weg nach Leipzig auf sich zu nehmen. Im Vergleich zum letzten Jahr hat es dabei eine Veränderung in der Besetzung dieses Expeditionstrupps gegeben: Neben eurem treuen Con-Berichterstatter und Autor dieser Zeilen war diesmal Björn vom SDNV mit von der Partie, der mit guten 200 besuchten Conventions in ganz Deutschland wohl zu den erfahrensten Besuchern solcher Veranstaltungen gehört.

 

Nach einer Anreise, die mit dem Auto etwa 4 1/2 Stunden dauerte, erreichten wir den Veranstaltungsort kurz nach 18 Uhr. Viel verpaßt hatten wir noch nicht, da Falk, der Cheforganisator des LindenCon, gerade seine kurze Begrüßungsrede hielt und denjenigen, die das erste Mal hier waren, den groben Ablauf erläuterte. Für diejenigen, die noch nie auf dem LindenCon gewesen sind oder zumindest meinen Bericht vom letzten Jahr gelesen haben, sei dieser noch einmal kurz dargestellt:

 

Der LindenCon findet in jedem Jahr im Kinder- und Jugendzentrum "Die Insel" statt, welches relativ ruhig in einem Randviertel von Leipzig liegt. Neben dem eigentlichen Gebäude steht dort ein schöner Garten zur Verfügung, in dem mehrere große und kleine Zelte für Spielrunden und die Taverne aufgebaut sind. Daneben gibt es ein Lagerfeuer mit Sitzgruppe herum, einen zentralen Bereich für die Spielrundenaushänge und das schwarze Brett sowie ausreichend Platz, auf dem Besucher ihre eigenen Zelte aufbauen können. Wer nicht im eigenen Zelt übernachten oder beide Nächte durchspielen möchte, der kann es sich mit Schlafsack und Isomatte in einem der geräumigen Schlafzelte bequem machen.

 

Organisatorisch setzt die LindenCon auf das sogenannte Blocksystem, wobei die einzelnen Spielrunden jeweils zu einem gemeinsamen Zeitpunkt anfangen. Dies hat sich bei vielen Veranstaltungen dieser Größenordnung bewährt, da Überschneidungen zum größten Teil vermieden werden und man als Spieler daher weniger Leerlaufzeiten hat. Ausgehängt werden die Spielrunden erst eine Viertelstunde vor Beginn. Dies birgt sowohl Vor- als auch Nachteile: Einerseits hat somit jeder Spieler die gleiche Chance, in eine bestimmte Runde zu kommen, andererseits entsteht somit zu den "Stoßzeiten" auch ein gewisses Gedränge. Ich persönlich kann mit diesem System gut leben und habe mich auch fast immer in die Runde eintragen können, die ich vorher ins Auge gefaßt habe.

 

Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: In der Taverne konnte man zu äußerst günstigen Preisen allerlei kulinarische Spezialitäten erwerben. Wer gerne Fleisch mochte, war mit der Bratwurst (1,00 Euro) oder dem Steak (1,50 Euro) bestens bedient, außerdem gab es vegetarische Soljanka, Schmandflecken und Piroggen zu ebenfalls sehr fairen Preisen. An Getränken wurden neben Softdrinks, Wasser auch Bier und Met verkauft, so dass nun wirklich kein Wunsch offen blieb. Sehr begrüßenswert war auch der LindenCon-Becher, der für nur 4,00 Euro nicht nur ein nettes Andenken darstellte, sondern auch tagsüber mit Tee und Kaffee jederzeit nachgefüllt werden konnte.

 

Außerdem gab es einen Verkaufsstand, an dem man am Samstag Comics, Fantasy-Romane und Rollenspielmaterial erwerben konnte.

 

Soweit zu den "harten Fakten". Nachdem Björn und ich uns umgesehen und dabei das eine oder andere bekannte Gesicht entdeckt hatten, ging es auch gleich ans Eingemachte: Die Entscheidung, wie man den Abend verbringen würde. Ich trug mich für eine Runde Cthulhu ein, die im Erdgeschoss des Jugendzentrums stattfand. Im Gegensatz zu den Bierzeltgarnituren in den Zelten konnten wir also auf bequemen Sofas Platz nehmen. Auch das Abenteuer erwies sich als sehr kurzweilig: Wir spielten eine Diebesbande, die nach einem verpatzten Banküberfall nach Mexiko fliehen will und in ein gottverlassenes Dorf mit seltsamen Bewohnern kommt. Ein klassischer One-Shot, der einen guten Start in den LindenCon bildete.

 

Gegen 23 Uhr war der erste Block beendet. Die nächsten Spielrunden sollten erst gegen Mitternacht beginnen, doch die Zwischenzeit konnte gut genutzt werden. Christian von Aster veranstaltete direkt am Lagerfeuer eine Lesung aus seinen Werken und (wie auch im letzten Jahr) gab es von Sandra Rienow eine sehr sehenswerte Feuershow. Ich halte es für eine ausgezeichnete Idee, den Ablauf einer Rollenspielconvention durch ein solches Rahmenprogramm aufzulockern und das atmosphärische Lagerfeuer tat sein übriges, um diese Stunde zu einem äußerst netten Zeitvertreib werden zu lassen. Glück hatten wir dabei – wie übrigens am gesamten Wochenende – mit dem Wetter. Bis auf einige kleinere Regenschauer, die kaum als solche bezeichnet werden können, war es trocken und die Temperaturen lagen in einem Rahmen, in dem man auch abends noch Shirt und kurze Hose tragen konnte.

 

Für die Nachtrunde trug ich mich danach zu einer Session Degenesis ein. Ich habe dieses System zwar seit einiger Zeit daheim im Regal stehen, allerdings war ich bis jetzt noch nicht dazu gekommen, es einmal zu spielen. Da der Meister die Runde relativ spontan angeboten hatte, mußten wir nach Erläuterung des Hintergrundes erst einmal Charaktere erstellen, was sich als etwas langwierige Angelegenheit erwies. Irgendwann begannen wir unsere Runde dann auch, brachen allerdings nach etwa einer Stunde ab, da unser Spielleiter zu müde für die Fortsetzung war. Leider war diese Zeitspanne zu kurz, um mir ein Urteil über das System bilden zu können, aber einige sehr gute Ansätze sind nicht von der Hand zu weisen.

 

Die nächsten 6 Stunden (etwa von 3 Uhr bis 9 Uhr) verbrachte ich in meinem Schlafsack. Nach einer Katzenwäsche ging es dann zum Frühstücksbuffet, wo man sich für nur 2,50 Euro so richtig satt essen konnte. Mit den Rollenspielrunden weiter ging es pünktlich um 11 Uhr. Ich ergatterte einen Platz in der Cthulhu Now-Runde von Robert, einem alten Con-Bekannten. Auch dieses Abenteuer kann ich nur als äußerst gelungen, wenn auch als ungewöhnlich bezeichnen: Als Kultisten schlüpften wir in die Rollen der "Gegenseite", was sich als äußerst abwechslungsreich erwies.

 

Um 16 Uhr versammelten sich die meisten Con-Besucher dann auf dem Platz vor dem Infobrett, denn die große Tombola stand an. Für 0,50 Euro je Stück waren zuvor Lose verkauft worden und es warteten Preise im Gesamtwert von guten 1.500,00 Euro auf die glücklichen Gewinner. Die Preise waren hierbei von diversen Verlagen und Privatpersonen gestiftet worden und die Hälfte des Erlöses kam dem Kinderhospiz "Bärenherz" zugute, welches schwerkranke Kinder unterstützt. Eine sehr gute Idee, die hoffentlich viele Nachahmer findet.

 

Ab 18 Uhr ging es dann weiter im Programm, denn die nächsten Rollenspielrunden begannen. Da ich noch ein weiteres neues System kennen lernen wollte, landete ich schließlich in einer Runde Arcane Codex. Auch hier spielten wir eher ungewöhnliche Charaktere, denn die Nekromanten- und Totenkulte, die in dieser Spielwelt als normal angesehen werden, dürften in anderen Spielsystem wohl eher ein Fall für die Inquisition sein. Auch wenn der Keller zum Spielen meines Erachtens einen Tick zu dunkel war, erwies sich die Runde als sehr nett. Das Würfelsystem ist einfach gehalten und der Spielleiter verstand sein Handwerk wirklich – der Daumen ging also auch bei dieser Runde eindeutig nach oben.

 

Nach der Runde tigerte ich noch für etwa 2 Stunden über das Gelände, setzte mich ans Lagerfeuer und unterhielt mich mit einigen Leuten, bis ich dann wieder bereits erwähnten Schlafsack aufsuchte. Zwar wurden auch wieder einige Nachtrunden angeboten, allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so motiviert auf eine dritte Rollenspielrunde. Einschlafen durfte ich dann zu den lieblichen Tönen von einigen offenbar betrunkenen Jugendlichen, die vom Nachbargrundstück lauthals Lieder der Böhsen Onkelz und Rammstein mit grölten, bevor es den Anwohnern (und der Polizei) doch scheinbar irgendwann zu bunt wurde. Na ja, jedem eben das seine.

 

Außerdem fand in dieser Nacht noch ein Vampire Live statt, von dem ich aber außer einigen geschminkten Protagonisten leider nicht allzu viel mitbekommen habe. Nach Aussagen von Teilnehmern soll es aber sehr gelungen sein.

 

Der Sonntag begann neben dem Frühstück mit einer kalten Dusche – im wahrsten Sinne des Wortes übrigens: An diesem Tag zog ich eine richtige Dusche dem Waschbecken vom Vortag vor, doch diese war leider defekt, so dass das Wasser daraus nur eiskalt aus der Leitung tröpfelte. Na ja: Was nicht tötet, das härtet ab und es gibt nichts besseres zum Wachwerden als eine solche Erfrischung am frühen Morgen. Nach dem erneut reichhaltigen Frühstück stand dann die letzte Entscheidung für dieses Wochenende an: Rollenspiel, Brettspiel oder doch der Alternativplan mit Stadtbesichtigung? Ich entschied mich für eine Runde des Brettspiels Descent, da ich mir die (sehenswerte) Leipziger Innenstadt ja bereits im letzten Jahr angesehen hatte. Praktisch dabei: Björn spielte ebenfalls hier mit, so dass nicht die Gefahr bestand, dass einer von uns beiden wesentlich früher fertig wird und dann auf den anderen warten muß.

 

Wer Descent kennt, der kann bestätigen, dass eine Runde mindestens fünf Stunden dauert und so war es auch diesmal: Mit den Regelerklärungen für die Anfänger unter uns und einigen Essenspausen waren wir bis zum Ende der Convention beschäftigt. Am Ende konnten wir das Spiel sogar knapp gewinnen, da unsere Spielleiterin sich in einigen Situationen nicht als "Evil-", sondern als "Friendly Overlord" gnädig zeigte.

 

Gegen 16.45 Uhr verließen wir schließlich das Con-Gelände und erreichten Hamburg gegen 20.15 Uhr wieder. Damit endete die Ausfahrt zum LindenCon nach etwa 54 1/2 Stunden.

 

Ich kann mein Fazit aus dem letzten Jahr nur wiederholen: Ich halte den LindenCon für eine der besten Conventions dieser Größenordnung in Deutschland. Mit (geschätzten) 150 bis 170 Besuchern kann man die Veranstaltung noch als "familiär" bezeichnen, zumindest hatte ich nie das Gefühl, mich inmitten einer großen und anonymen Horde an Rollenspielern zu befinden. Die gesamte Organisation lief nahezu perfekt - oder zumindest erweckte sie stets diesen Anschein: Vorab eine informative Homepage, ein wirklich gutes Programmheft, günstige Verpflegung von früh bis spät und ein Spielrundensystem, mit dem ich gut leben kann – was will man mehr? Auch die Besucher trugen natürlich einen großen Teil zum Gelingen des LindenCons bei, denn die Auswahl der angebotenen Systeme ließ nun wirklich keine Wünsche übrig. Somit kann ich den LindenCon allen Rollenspielern, die auch einmal gerne eine solche Veranstaltung besuchen, nur wärmstens ans Herz legen. Es lohnt sich!

 

 

Ein Bericht von Sven Reinhold zur 4. Lindencon 2006 (hier im Original):

Was treibt zwei Rollenspieler aus dem hohen Norden eigentlich ins etwa 430 Kilometer entfernte Leipzig? Nun, diese Frage ist schnell geklärt: Bereits vor einiger Zeit war Walter von den Mädels vom Projekt Odyssee, namentlich: Yvonne und Daniela - beim Sushi-Essen davon überzeugt worden, dass sich ein Besuch der dortigen LindenCon wirklich lohne. Da der Autor dieser Zeilen als bewährter Con-Fahrer den kleinen Walter natürlich nicht alleine auf die große weite Welt loslassen wollte, machten wir beide uns am Freitag, den 23. Juni, auf den Weg in Richtung der sächsischen Metropole. Dort kamen wir nach etwa 4 1/2-stündiger Fahrt auch mehr oder weniger pünktlich zur Eröffnung an.

 

Das Veranstaltungsgebäude, das Jugendzentrum "Die Insel", empfing uns mit einem großen Banner, welches uns zeigte: Hier sind wir richtig. Das Stimmengewirr aus dem Garten und die Massen an Leuten zwischen 18 und 30 Jahren (Ausnahmen bestätigen die Regel!) ließen dann auch sogleich die richtige Con-Stimmung aufkommen. An der Kasse wurden wir sogleich freundlich begrüßt und bezahlten unseren Obolus. Dieser betrug für vorangemeldete Spielleiter lediglich 5 Euro und beinhaltete zugleich den LindenCon-Becher, den man sich immer wieder mit Tee auffüllen konnte, und zwei Gutscheine für das Frühstücksbuffet am Samstag und am Sonntag. Günstiger geht es fast nicht und so konnten wir dann mehr als zufrieden die Location inspizieren.

 

Das Jugendzentrum selbst ist relativ klein, so dass sich der Großteil der Leute im Garten aufhielt. Hier waren mehrere große Zelte aufgebaut, die für die Spielrunden, Workshops, die Taverne (Grillfleisch, Würstchen, Getränke etc. zu sehr günstigen Preisen) und als Schlafplätze genutzt wurden. Wir breiteten unsere Schlafsäcke also in einem der Zelte aus (viel gemütlicher als die Turnhallenschlafplätze auf anderen Conventions) und begutachteten erst einmal die anwesenden Besucher. Es versteht sich wohl von selbst, dass wir dabei auf etliche bekannte Gesichter stießen, wie die oben bereits erwähnten Odyssee-Mädels oder Robert von Disaster Machine Productions.

 

Zentrale Anlaufstelle der Convention war die große Pinwand, auf der jeweils kurz vor Beginn die anstehenden Spielrunden angepinnt wurden. Der LindenCon verwendet hierbei das Blocksystem, bei dem den Spielrunden feste Anfangszeiten vorgegeben werden, um unnötige Überschneidungen zu vermeiden. Dieses System hat sich bei Conventions dieser Größenordnung bewährt und wurde glücklicherweise auch relativ flexibel gehandhabt. Es war also kein Problem, wenn eine Runde einmal ein wenig länger dauerte, da zwischen den Blöcken stets ein wenig Zeit einkalkuliert war.

 

Nach Auskunft der Veranstalter fanden auf diese Weise am gesamten Wochenende satte 71 Spielrunden (in 32 unterschiedlichen Systemen) statt, wobei auch exotische Systeme sehr gut vertreten waren. Dies könnte daran liegen, dass Spielleiter eines noch nicht angemeldeten Systems Freilose für eine Tombola bekamen, bei der Preise im Gesamtwerte von für 1.000 Euro verlost wurden. Eine sehr nette Idee, wie ich finde.

 

Walter und ich landeten schließlich in einer Runde Dogs in the Vineyard. Hierbei spielten wir in einer Western-angehauchten Welt sogenannte "Dogs", also Hüter des Glaubens. Ohne näher auf den Inhalt des Abenteuers eingehen zu wollen, möchte ich nur sagen, dass mir das Spiel trotz des meiner Meinung nach "bedenklichen" Settings sehr viel Spaß und Daniela als Spielleiterin ihre Sache auf jeden Fall sehr gut gemacht hat. Nachdem diese Runde gegen 0.00 Uhr beendet war, leitete Walter eine überaus amüsante Runde Risus, während ich eine Heldengruppe in ein improvisiertes Rollenspielabenteuer mit freiem System führte. Da wir in einem Zelt direkt nebeneinander saßen, glaube ich sagen zu können, dass beide unserer Spielrunden dabei auf ihre Kosten kamen.

 

Irgendwann in der Nacht krabbelten wir dann in unsere Schlafsäcke, während draußen noch allerlei düstere Gestalten ihr Unwesen trieben - es lief nämlich ein Vampire Live. Schlechter geschlafen habe ich deswegen aber nicht. Für Samstag hatten wir uns vorgenommen, uns die schöne Stadt Leipzig einmal anzusehen. Nach dem Frühstück brachen wir also mit der Straßenbahn auf, um wie Touristen mit Fotoapperat bewaffnet die Stadt zu erkunden. Der Zufall wollte es so, dass ausgerechnet an diesem Tag das WM-Spiel zwischen Argentinien und Mexiko in Leipzig stattfand, so dass die gesamte Innenstadt einem Hexenkessel glich und vor allem zahlreiche Mexikaner für eine glänzende Stimmung sorgten. In einer Kneipe guckten wir uns dann den deutschen Sieg gegen Schweden auf einer Leinwand an. Für den Abend hatte Walter vorgenommen, eine Partie Extreme Vengeance zu leiten, während ich mir in der Stadt auch noch das bereits erwähnte Spiel zwischen Argentinien und Mexiko ansah. Gegen 23 Uhr war ich dann auch wieder auf dem Con-Gelände und konnte mir die grandiose Poi-Feuershow ansehen.

 

Der Abend endete dann gemütlich am Lagerfeuer, untermalt von Gesang und Gitarrenmusik. Kurz vor 2 Uhr hieß es dann für mich wieder: Schlafenszeit!

 

Der Sonntag ist auf Conventions ja meist etwas ruhiger, umso mehr überraschte mich dann morgens die doch relativ große Anzahl an Besuchern. Da ich an diesem Tag keine große Lust mehr auf Rollenspiel hatte, vertrieb ich mir die Zeit mit einem Brettspiel (Betrayal at the house on the hill) und einigen Runden Tichu. Walter beendete derweil sein Abenteuer vom Sonntag Abend. Gegen 16.30 Uhr brachen wir dann wieder gen Heimat auf, wo wir um 21 Uhr (pünktlich zur Fernsehübertragung des nächsten Fußballspiels) auch wieder ankamen.

 

Ich habe in den vergangenen Jahren ja bereits einige Conventions besucht und nicht immer fiel mein Urteil danach positiv aus. Bei diesem LindenCon habe ich glatt ein wenig überlegen müssen, was ich als Fazit schreiben soll. Um es kurz zu machen: Bis jetzt ist mir kein Punkt eingefallen, den ich als 'verbesserungswürdig' bezeichnen würde. Der LindenCon war eine sehr stimmungsvolle Veranstaltung auf einem kuscheligen Gelände, die vor allem durch eine glänzende Organisation bestechen konnte. Hier stimmte einfach alles: Die tollen Vorab-Informationen über die Homepage, das wirklich informative Programmheft, die günstigen Preise, die stets hilfsbereiten Ansprechpartner und die sehr gute Auswahl an Spielrunden. Auch das Rahmenprogramm mit der bereits genannten Feuershow, den angebotenen Workshops und den "offiziellen" Rollenspielen der Alveraniare und den Jungs vom SAR-Team wusste zu gefallen und zeugen von guten Kontakten der Veranstalter. Ein ganz großes Lob geht daher an das gesamte LindenCon-Team, die uns Nordlichtern (und natürlich auch den etwa 175 anderen Besuchern) ein wirklich schönes Wochenende geboten haben!

 

Ein Bericht von Daniela Nicklas zur 3. Lindencon 2005:

 

Leipzig liegt nur ca. fünf Zugstunden von Stuttgart weg (wenn man keine Verspätung hat), nah genug, um Yvonne und Daniela vom Nexus Stuttgart auf eine Dienstreise zum Lindencon zu schicken (erstattet wurde trotzdem nichts). Natürlich nur zur Fortbildungszwecken, denn wir haben erst einen Wohlfühl-Con organisiert, die Leipziger sind dieses Jahr schon bei Nummer drei! Neben der harten Arbeit (Networking, Experiencing, Synergying und Tombola-Abgreifing) hatten wir allerdings auch viel Spaß.

 

Die Location war wunderhübsch, ein Jugendhaus mit verwunschenem Garten, in dem mehrere Zelte standen: drei große für jeweils bis zu vier Spielrunden, ein Workshop-Zelt, eine Taverne und ein Teezelt, sowie ein eigenes Zelt vom Thyria-Promoteam.

 

Am Lagerfeuerplatz las Freitag abend sehr stimmungsvoll Christian von Aster aus seinen Werken, während Boris Koch am Samstag eines der großen Spielrundenzelte füllte.

 

Aber nicht nur das Rahmenprogramm war erlesen:

 

Yvonne spielte die vom Cthulhu-Promoteam (= Willi) angebotene Runde und an sich nettes Cyberpunk mit klassischen Shadowrunnern ("THE SHADOW!!!"). Unter fähiger Anleitung von Carsten baute sie ihren ersten Pompf-LARP-Krummdolch (den wir auf dem Rückweg auch problemlos durch die Sicherheitschecks der Deutschen Bahn gebracht haben).

 

Daniela begann mit der üblichen Engel-Verführungsrunde, ruhte sich dann beim spielleiter-losen "Captain Given and the world of tomorrow" ein wenig aus, um dann mit voller Macht unter blutrrrrrroten Segeln den nun flügge geworrrrdenen Engeln das Weltbild zu zerrrrrstörrren.

 

Sonntag verbrachten wir mit Networking, Singing und Besungenwerding am nun erloschenen Lagerfeuer.

 

Von dem weiteren fleißigen Promoteams von DSA in roten T-Shirts und Arcane-Codex bekamen wir durch unser volles Programm leider nicht viel mit.

 

Als Fazit können wir sagen: wir haben viel gelernt über tolle Atmosphäre, improvisierte Con-Tassen und wie viel Küche man mit ein bißchen Holzkohle machen kann.

 

Für die Orga haben wir eigentlich nur einen Kritikpunkt: es wurde versäumt, einen Wetter-Schamanen zu verdingen, was Samstag Nacht beinahe dazu geführt hätte, dass die Thyrianer den Hang herunter gespült wurden! Falk: "Es ist so gemein: ihr nennt euren Con Die Wolke und wir kriegen den Regen!"

 

Ein Bericht von Jörn Brinkhus zur 2. Lindencon 2004:

 

Expedition an die Elster: Nachbericht LindenCon (Leipzig)

 

Sowohl Nexus als auch die Demiurgon-Gemeinde waren mit zahlreichen Vertretern in Leipzig: Eva, Hans, Nimer, Oliver und meiner einer trafen am frühen Freitag Abend ein. Nachdem Rainer erst die Weiten des Nahverkehrsnetzes der an der Elster gelegenen Stadt ausgekundschaftet hatte, stieß er später dazu. Doro und Tom von Thyira waren ebenso zugegen wie Sebastian vom PrO-System Karibu. Wir leiteten eine Reihe von Spielrunden, die meines Wissens alle gut angenommen wurden. Das Angebot war gut, nach meinem Geschmack aber etwas zu D&D-lastig. Persönlich kam ich in den Genuss eines sehr guten Cthulhu-Abenteuers und einer Thyria-Runde, die durch den unglaublich gut ausgebauten Hintergrund beeindruckte.

 

Eine Reihe von Highlights lockerten das Programm auf. Am Freitag fand unter reger Beteiligung ein Vampire-LARP statt. Es kam wohl gut an, jedenfalls sah man zufrieden grinsende Nosferatus über das Gelände schleichen. Parallel dazu lief eine Gesprächsrunde mit Werner Fuchs, dem Geschäftsführer von FanPro. Ganz der Self made man mit überragenden Erfolgen und ausgeprägtem Selbstbewusstsein, holte er die eine oder andere Anekdote über die Anfänge von DSA aus dem Ärmel. Nebenbei ist er für den Verlauf einer Küste Aventuriens verantwortlich - ich hab vergessen, ob es die östliche oder westliche war. Am Samstag Nachmittag erfreute Boris Koch mit seinen skurrilen Kurzgeschichten die Meute, eine Fortsetzung davon sicherlich auf der Odyssee! Bei der sich anschließende Tombola warf die häuften sich Preisen in den Händen einiger Leipziger und Toms und Nimers; sie zusammen hatten den Losmarkt fast leer gekauft. Am Samstag schaute noch Fabian Wagner (Nexus-Mitglied aus Berlin und Demiurgon-Spieler) vorbei und interviewte zwei der Veranstalter, Falk und Nana, für sein Buch über die RSP-Szene. Auf eine erste Vorstellung seiner Ergebnisse dürfen wir gespannt sein.

 

Am Sonntag leitete ich dann das "Wiener Paket", ein Demiurgon-Abenteuer, das bald erscheinen soll. Die Runde war annähernd paritätisch mit Leipzigern und Berlinern besetzt. Die Spieler wurden gut unterhalten, brachten mich mit ihren Fragen aber durchaus ins Schwitzen. Alles gute Hinweise für die Redaktion, also vielen Dank. Um kurz nach 4 Uhr setzte ich mich wieder Richtung Berlin in Bewegung. Keine Frage, der LindenCon war den Besuch mehr als wert - der RSP-Spielspaß glich die beiden verpassten EM-Spiele problemlos aus. Gerade wegen der Nähe sei jedem Berlin ein Besuch im nächsten Jahr empfohlen. Und dem Rest Deutschlands kann ein Kurztrip in die (auch sonst sehr reizvolle) Stadt an der Elster auch nicht schaden.

 

 

Ein Bericht der Lindencon-Orga zur 2. Lindencon 2004:

 

Wenn hier an dieser Stelle letztes Jahr stand, dass die 1. Leipziger Lindencon für Besucher und Orga eine spannende Sache war, so könnte man dies eigentlich auch für die 2. Veranstaltung übernehmen. Wussten wir doch nicht, ob es uns gelingen würde, an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Aber die Besucherzahlen und die zahlreichen Gespräche, die wir mit euch führen konnten, haben uns gezeigt, dass unsere Sorgen unbegründet waren.

 

140 begeisterte Rollenspieler nutzten die Gelegenheit, ein ganzes Wochenende neue Systeme auszuprobieren. Ob in den bekannten Fantasywelten von DSA und D&D, der World of Darkness von Vampire und Werwolf oder in einem der zahlreichen anderen Szenarien wie Degenesis, 7th Sea, Thyria und Ashnadar, um nur einige zu nennen; jeder (Spieler und auch Spielleiter) kam auf seine Kosten und dem einen oder anderen fiel die Wahl zwischen insgesamt 20 unterschiedlichen Welten sichtlich schwer.

 

Neben Autorenlesungen und der Vampire-Live-Runde fand die Tombola großen Anklang, auch wenn sich die Gewinnausschüttung (vermutlich nach einem noch unbekannten Gesetz des Universums) auf einigen Personen zu konzentrieren schien. Wer sich gerade nicht in einer Runde versuchte, hatte ausreichend Zeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Raum und Atmosphäre dazu boten die Fantasy-Taverne und das Teezelt. Am Lagerfeuer wurden bis spät in die Nacht angeregte Gespräche geführt.Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, abgesehen von ein paar kurzen Schauern, die jedoch spielend ausgesessen werden konnten.

 

Den engagierten Spielleitern gilt an dieser Stelle unser Dank ebenso den motivierten Spielern, die alle Systeme offen angenommen haben, auch wenn diese vielleicht nicht auf der eigenen Favoritenliste standen. Uns als Orga hat es wieder viel Spaß gemacht und das gibt uns die Motivation, euch im nächsten Jahr wieder eine Lindencon anzubieten, die mit Systemreichtum und Atmosphäre lockt.

 

Ein Bericht von Lars Hitzing zur 1. Lindencon 2003:

 

Am Brunnen vor dem Tore...

 

Nach der Buchmesse ging es nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr in die Stadt, in der 2012 die olympischen Sommerspiele stattfinden werden. Leipzig - bisher nur als Drogenhochburg des gar nicht so freien Freistaates Sachsen bekannt, sollte nun langsam zum Mekka der östlichen Rollenspielprovinz werden. Man lud ein zum Spiel (nicht wir früher zur Parade) unter den Linden.

 

"Mein Gott - wollen die alle zum Con?" war mein erster Gedanke,als ich im ehemals größten Kopfbahnhof Europas ausstieg. Ein wahrhaft merkwürdiger Satz für einen militanten Atheisten! Das Bunte Gewimmel entpuppte sich jedoch als Bahnfest und zudem noch als erstes seiner Art, veranstaltet in der Heldenstadt Leipzig. Man bot ein fulminantes Programm für die ganze Familie. Für die Kleinsten war auf dem Boden mit Klebeband (neudeutsch: Tape) ein 5 Meter breites Schienenknäuel geklebt wurden, auf dem die nimmermüden Wänster mit Plasteautos in Zugform rumrutschten. Der Schriftzug "ICE Bobby Car Train Parcour" machte dann auch dem letzten klar, daß dies kein gewöhnliches Fest war. Hier wurde man Zeuge eines Events! Würde diese pulsierende Metropole 2 Ereignisse gleicher Art an einem Wochenende vertragen?

 

Durch die Hilfe motorisierter Eingeborener wurde die Insel dann, nicht schnell, aber bequem, gefunden. Die Gegend hatte was romantisches mit einem alten Gehöft und ab und zu mal Pferdegetrappel. Die Organisatoren hatten sich offensichtlich, die Kokurrenz des Bahnfestes scheuend, in einen der alten Dorfkerne Leipzigs verschanzt. Hinter einer alten Stadtvilla erstreckte sich ein grünes Eiland, das einladend mit mehreren Pavillions und zwei Jurten (von Jägern und Sammlern auch Armeezelt genannt) geschmückt war. Hier ließ es sich wahrlich für 2 Tage auskommen. Wenn nur nicht das Wetter so verdammt schön gewesen wäre! Die Villa selbst wußte auch zu überraschen. Der Zugang zu den oberen Etagen führte ersteinmal durch den Keller. Dort kam mir im Dunkel auch promt ein riesiges bärtiges Ungetum entgegen und ich wär ziemlich erschrocken. Auch wenn ich in den folgenden Tagen noch oft dort vorbei ging - an den Spiegel konnte ich mich nie so richtig gewöhnen! Die Ausschilderung der Räume war dem Con-Motto entsprechend liebevoll mit Blättern, Ästen und Wurzeln geschehen. Obwohl ich zu meiner Schande gestehen muß, daß mein auf Kaffee-Entzug gesetzter Geist nicht sofort erkannte, daß meine erste Spielrunde auf dem "Blauen Blatt" wohl eher oben zu finden sein müßte.

 

Ansonsten machte das Areal noch einen recht leeren Eindruck und ließ die Befürchtung wiederkommen, das Experiment "Rollenspiel-Con in Leipzig" könnte schon beim ersten Versuch an Desinteresse scheitern. Vor allem für meine Runden befürchtete ich letztgenanntes. Schließlich waren die restlichen Rundenangebote und Workshops mit recht klangvollen Namen bestückt. Doch es fanden sich auf dem Blauen Blatt vier Freiwillige ein, wobei ich wahrscheinlich vom Ausfall einer DSA-Runde profitierte.

 

Mit einer erfreulichen (aber für STURM typischen) Frauenquote von 50% ging's dann an's Spielen. Von den Runden auf der Buchmesse war ich ja einiges gewöhnt. Damals hatte das Projekt Odyssee mit seinem Stand vor allem Aufklärungsarbeit leisten müssen. Mit dieser Erwartung war ich wieder nach Leipzig gefahren und mußte zu meiner Überraschung feststellen - da saßen gestandene Profis auf der Couch und schwangen die Würfel. Selten hat eine Katzenmenschin so überzeugend gefaucht, selten ein Gamsche so aktzentfrei "Nix gut Metaphysik" gekrächtst. Auch der nun so benannte "Leipziger Sarkophagdeckelstapel" war ein Ereignis historischen Ausmaßes. Kurzum - die erste Quest verlief zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten (Spielleiter).

 

Für den zweiten Block war Erholung angesagt. Zu Bratwurst und Kaffee ertönten die Klänge des allseits beliebten Volksliedes "Am Bruhunnen vooor dem Tohooore", dessen zweite und dritte Strophe wahrscheinlich nur jeder 20. Deutsche nicht mit "lalala" singt. Der Platz hatte sich inzwischen soweit gefüllt, daß man nicht mehr von Leere und noch nicht von Ansturm sprechen konnte. Das heißt, es war ziemlich angenehm, bei Essen, Trinken und Platzsuche nicht lange anstehen zu müssen. Einige Workshopleiter hatten dafür das Pech, nicht genug Interessierte zu finden. So entschied ich mich dann für eine Runde Degenesis. Doch da lief einiges anders, als geplant. Wir 5 Leute, die mental in zerissenen Kutten durch die Ruinen des Ruhrgebietes stapften, um eine Stadt zu retten, in der einem sogar die Huren sagten, daß man sich waschen sollte, wurden dann auch in der Wirklichkeit zu den letzten Kunden des Cons.

 

Um 11 Uhr war ich eigentlich in Halle verabredet - der Stadt, die der überzeugende Beweis dafür ist, daß man WBS 70 Plattenbauten harmonisch mit frühbarocken Stadtresten kombinieren kann. Doch zu der Zeit schlich ich noch durch die Gebäudereste vor Justitian, wobei ich aufgrund des schwächer werdenden Fackelscheins nicht mehr sah, ob ich wirklich schlich. Der folgende Teil des Abends sollte wildromantisch werden. Das Lagerfeuer wurde entzündet und ein dazu passendes Instrument ausgepackt. Was kann es schöneres geben, als bei Lagerfeuerschein und den sanften Gitarrenklängen von "Als ich fortging" von einem langjährigen Begleiter eine Kugel in den Rücken zu bekommen. Unser Abenteuer ging dann zur Verwunderung aller Anwesenden bis 1 Uhr und unsere eingeschworene Gemeinschaft war nach Verrat und Meuchelmord zum Schluß auf zwei Leute zusammengeschrunft. Manchmal ist Rollenspiel halt wie das richtige Leben. Allen Besuchern des 2. Lindencons, der hoffentlich nächstes Jahr in der Stadt des beliebtesten SPD-Politiker Sachsens stattfinden wird, sei noch folgendes empfohlen: eine zünftige Nachtwanderung durch Leipzig. Irgendwann las uns einer der berühmt berüchtigten Lumpensammler (neudeutsch: Nightliner) auf und brachte uns in fröhlicher Klassenfahrtathmosphäre (habe mich selten so alt gefühlt) dann doch Richtung Bett, in das ich gegen 3 Uhr meinen nun wieder heilen Rücken legte.

 

Der Sonntag war nur durch Kaffee in Gang zu kriegen. Die Straßenbahn tuckelte gemächlich an den Höhepunkten des nächtlichen Spaziergangs vorbei und fast innerhalb des akademischen Viertels war das Haus an den Linden wieder erreicht. Geduldige Spieler wartenden schon undes konnte sofort losgehen. Auch die zweite Quest verlief sehr gut und die Spieler schienen viel Spaß zu haben. Was aber vielleicht auch daran lag, daß sich ihr Magier bei den ersten zwei Selbstversuchen erst vereiste und nach dem Auftauen entzündete. Die üblichen 10 Prozent Schwund also.

 

Danach hieß es langsam Abschied nehmen. Die Jurten waren schon abgebaut und so wäre dies der ideale Zeitpunkt für ein Systemabhängiges Volleyball-Duell gewesen. Aber die noch anwesenden Spieler waren noch sehr darin vertieft, die Würfel zu kreuzen. Man konnte die üblichen Gespräche belauschen, etwa. "Das ist ja Spielleiterwillkür!" - "Quatsch nicht, da diskutiere ich nicht! Du hast jetzt den ganzen Stamm gegen Dich!" oder etwa: "Wunde + Salzwasser = Aua". Ich machte also einen recht erfolgreichen Wurf auf "Leise davonschleichen" und ratterte zum letzten Mal durch die Messestadt, mit dem guten Gefühl, daß 14 Jahre nach den Montagsdemos die "Boomtown des Ostens" ein weiteres Ereignis epochaler Größe erlebt hat. Anstelle eines Fazits möchte ich daher ein Oscar-Preisträger-Rede halten.

 

Ich danke allen Leuten der Orga für die Vorbereitung und Durchführung dieses schönen Cons. Vor allem aber für den Mut, das Wagnis dieses Projektes im Rollenspielneuland anzugehen. Dies war hoffentlich nicht der letzte Lindencon, sondern der Begin einer neuen Tradition. Ich danke meinen mutigen Mitspielern. Selten haben sich "Neulinge" gleich so gut in die Welt eingefühlt und sie so überzeugend gespielt.

 

Und ich danke dem Schöpfer der berühmten folgenden Zeilen, der letzten des noch berühmteren einstrophigen Klassikers, die von nun an für immer mit Leipzig verknüpft sein werden:

 

"... und seine Blätter rauschten, als riefen sie mir zu,

komm her zu mir Geselle, hier findst Du keine Ruh"

Also bis nächstes Jahr zur 2. Lindencon in Leipzig!

 

Viele Grüße,

Lars

 

 

Ein Bericht der Lindencon-Orga zur 1. Lindencon 2003:

 

Die 1. Leipziger Lindencon war natürlich eine spannende Sache, nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Orga. Schließlich wussten wir nicht, wie viele Rollenspiel Begeisterte wir ins schöne Leipzig locken könnten und wie viele der hiesigen Rollenspieler den Weg bis in die Insel finden würden. Doch dann tummelten sich bei strahlendem Sonnenschein um die 70 Leute das ganze Wochenende auf dem Gelände des Jugendclubs. Neben Spielrunden gab es auch Workshops und Lagerfeuer, leider hatten nicht alle die Zeit zum Plaudern, die sie gerne gehabt hätten und so werden wir in diesem Jahr das Programm für euch ein wenig umwürfeln und eine Menge Freiräume schaffen. Wir waren und sind stolz auf den "System-Reichtum", den wir dank engagierter Spielleiter bieten und wir werden auch dieses Jahr nicht nachlassen! Leider ist ja das große DSA Multi-Parallel-Abenteuer ausgefallen, weil es einfach zuviel Auswahl an Spielrunden gab. Aber vielleicht finden sich dieses Jahr ein paar Enthusiasten ?

 

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Beteiligten bedanken. Es war eine großartige Con, die auch für uns als Orga viel Spaß gemacht hat! Es würde uns freuen, Euch alle in diesem Jahr wieder zu sehen. Diesmal mit noch mehr Schön-Wetter-Garantie!!!

Noch ein kurzes Wort zur Statistik: zuletzt gab es über 200 Teilnehmer bei über 80 Spielrunden aus über 40 verschiedenen Systemen.

Aktualisiert ( Montag, den 27. Juli 2015 um 21:45 Uhr )